Bäume der Liebe und Gerechtigkeit
Linden wurden schon früh der Göttin Freya (Göttin der Liebe) zugesprochen. Der Linde wurden außerdem Charakteristika wie Gerechtigkeit, Wahrheit, Entschlossenheit und Mitgefühl zugeteilt. Bereits die Germanen nutzten die Linde aus diesem Grund als Treffpunkt, weshalb sie auch heute noch als Mittelpunkt in vielen Dörfern zu sehen ist. Dabei handelt es sich meistens um Sommerlinden, die deutlich größer werden als Winterlinden.
Unterscheiden kann man die beiden Arten an ihren Laubblättern. Bei der Sommerlinde sind die Blätter auf der Unterseite weiß behaart. Bei der Winterlinde dagegen gibt es bei den älteren Blättern auf der Unterseite lediglich kleine rostrote Haarbüschel in den Blattachseln.
Da die Linden erst spät, meist erst im Juni, blühen sind sie im Sommer eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.
| Die Sommerlinde Tilia platyphyllos: | |
|---|---|
| Alter | bis 1000 Jahre |
| Blütezeit | Juni bis Juli |
| Fruchtbarkeit | mit 20 – 30 Jahren |
| Höhe | im Freistand bis 3 Meter |
| Durchmesser | im Freistand bis 3 Meter |
| Krone | im Freistand sehr ausladend, knorrige Äste |
| Blätter | herzförmig bis rund, dunkelgrün, unterseits weiß behaart |
| Rinde | erst grau-braun glatt, später längs aufreißend, braun |
